Frankreich
- Malerei
Was die italienische
Malerei für die Renaissance
bedeutete, das war die
französische für
die Moderne im 19. und
20. Jahrhundert - ein
"Motor" der
Kunstentwicklung.
Nach 1850 sind mehr als
100 Künstlerkolonien
entstanden. Immer mehr
Maler verließen
ihre Ateliers in der Stadt
-inspiriert durch die
Freilichtmaler von Barbizon.
1830 gründeten Maler
aus Paris im französischen
Dorf Barbizon am Wald
von Fontainebleau die
erste Künstlerkolonie.
Sie stellten ihre Staffeleien
im Freien auf, mischten
Tubenfarben auf ihren
Paletten und ließen
sich von der ländlichen
Stimmung inspirieren.
Jean-Francois Millet (1814-1878),
Jean-Baptiste Camille
Corot (1796-1875), Théodore
Rousseau (1812-1867) und
ihre Malerfreunde kehrten
zurück zum Einfachen.
Die Malerschule von Barbizon
wurde das Vorbild für
die deutschen Künstlerkolonien
in Worpswede und Ahrenshoop.
Die Künstler von
Barbizon fanden in den
Impressionisten geniale
Nachfolger. Das Wechselspiel
von Licht und Schatten
wurde von ihnen auf Leinwand
gebannt. Die Freuden des
ungezwungenen Lebens mit
Biergärten, Bootspartien
und Picknick im Freien
sind typsche Motive des
Impressionismus. Ihr herausragender
Verteter ist Eduard Manet.
Berühmt sind auch
die Seerosenbilder von
Claude Monet. Das Werk
von Paul Cézanne
ist die Krönung der
Landschaftsmalerei im
ausgehenden 19. Jahrhundert.
Der kraftvolle und ausdrucksstarke
Fauvismus brachte ab 1905
kräftige Farben und
Formen ins Spiel. Henri
Matisse (1869-1954), Maurice
de Vlaminck (1876-1958)
und Raoul Dufy (1877-1953)s
zählen zu diesen
neuen "Wilden".
Kurz darauf folgte der
Kubismus, der mit geometrischer
Präzision die Wirklichkeit
zerlegte und neu arrangierte.
Georges Braque (1882-1963)
und der in Paris lebende
Spanier Pablo Picasso
(1881-1973) sind ihre
herausragenden Vertreter.
Die 20-er Jahre wurden
zur Blütezeit des
Surrealismus.
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